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Infobrief 2016 – Nr. 1

BI-Gruedung

Gründung der Bürgerinitiative
Die Bürgerinitiative “Walle gegen GasBohren“ hat sich am 15.12.2015 gegründet.

Gründungmitglieder:

Vorne von links: Oliver Zerbst, Martin-P. Busch, Maike Busch, Annica Koop, Karl-Heinz Narten
Hinten von links: Miriam Rohr, Christian Koop, Markus Mohmeyer, Michaela Böhning
 
Derzeit haben sich der Bürgerinitiative (BI) über 120 Personen angeschlossen.
Die BI freut sich über weitere Mitglieder !
 
Kontakt:
Tel: 04230-151416 (Martin Busch)
eMail:
info@walle-gegen-gasbohren.de
 
Über die Arbeit der BI wird künftig an folgenden Plätzen informiert:
An der Tankstelle, beim Bäcker, bei der Sparkasse, bei der Volksbank, bei der Sporthalle, bei der Grundschule, beim Kindergarten, bei den Bushaltestellen der Waller Heerstraße, beim Eichhof-Anzeiger und im Schaukasten in der Waller Dorfstraße
 
Wie kann ich Mitglied der BI werden?
1.) Telefonanruf und persönliche Mitteilung an oben genannte Telefonnummer
2.) E-Mail an oben genannte E-Mail-Adresse mit der Info “Ich möchte Mitglied der BI werden, Name, Adresse und wenn gewünscht Telefonnummer“
 
Die BI ist politisch unabhängig; die Mitgliedschaft ist freiwillig und unverbindlich.
Ihre Mitgliedschaft unterstützt die vorrangige Zielsetzung der BI, die Errichtung weiterer Gasbohrtürme in und um Walle zu verhindern.
 
Aktuelles aus der Arbeit der Bürgerinitiative (BI):
 
1. Zu aktuellen Themen wurden drei Arbeitskreise gebildet,
die sich mit den Themen Grundstücke und deren Eigentümer, Organisation & Planung und Fragen und Antworten sowie Hintergrundinformationen in Vorbereitung auf ein Gespräch mit der DEA beschäftigen.
 
2. Ein Großteil der Grundstücksbesitzer ist bereits informiert.
Viele Besitzer der in Frage kommenden Grundstücke für die Errichtung eines Gasbohrturmes konnten schon durch die BI über die Pläne der DEA sowie die Auswirkungen auf ihre Grundstücke und die Bevölkerung in Walle informiert werden. Derzeit steht das Gebiet um den Alten Postweg, Poggenmoor und Gallichweg im Fokus. Es ist aber keineswegs ausgeschlossen, dass die DEA auch in anderen Bereichen die Grundstückseigentümer ansprechen wird.
Im Anhang aufgeführt: “Acht Gründe, nicht zu verkaufen“.
Viele Eigentümer möchten ihre Grundstücke auf keinen Fall an die DEA verpachten. Dafür sind wir den Besitzern sehr dankbar! Ziel ist es, alle Grundstückseigentümer kurzfristig darüber zu informieren, warum die DEA ihre Grundstücke pachten will und welche Risiken damit für Ihren Grundbesitz verbunden sind.
 
Über neuste Entwicklungen bezüglich Verpachtung / Verkauf informieren wir in Kürze perE-Mail und an den genannten Aushängen.
 
3. Es wird eine Webseite der BI geben, die voraussichtlich im Februar online geht.
 
4. Infoveranstaltung des Ortsrats
Der Waller Ortsrat hat am Freitag, den 08.01.2016, eine Informationsveranstaltung im Waller Dörpshus ausgerichtet. Derek Mösche, Sprecher der Deutschen Erdöl AG (DEA) war der Einladung gefolgt und erklärte, dass der Konzern vorhat einen weiteren Bohrturm in Walle zu errichten, musste jedoch viel Kritik und Mißtrauen der ca. 200 Anwesenden einstecken.
 
5. Die BI plant eine Informationsveranstaltung
für Mitte Februar: Details werden über Aushänge, eMail-Newsletter und örtliche Presse bekannt gegeben.

 
Was machen die Arbeitskreise? Wie kann ich mitarbeiten?

  • Der Arbeitskreis Organisation & Planung beschäftigt sich mit der Information der Waller Bevölkerung sowie der Öffentlichkeit und der Veranstaltungsorganisation. Ansprechpartner sind Martin Busch und Markus Mohmeyer.
     
  • In der Arbeitsgruppe Grundstücke engagieren sich Bürger für die Aufklärung der Grundstücksverhältnisse in den für die DEA interessanten Regionen und für die Information der Grundstückseigentümer über die Gefahren des Gasbohrens. Ansprechpartner sind Oliver Zerbst und Annica Koop.
     
  • Fragen und Antworten sowie Hintergrundinformationen zum Thema Gasbohren und die daraus resultierenden Gefahren recherchiert die gleichnamige Gruppe mit den Ansprechpartnern Miriam Rohr und Maike Busch.
    Wer Interesse hat, einen der Arbeitskreise zu unterstützen, kann sich gern direkt an die o.g. Telefonnummer oder E-Mail-Adresse wenden, oder auch an:
    mitarbeit@walle-gegen-gasbohren.de
     

Acht gute Gründe, ein Grundstück weder zu verkaufen noch zu verpachten

  

Die Verseuchung des Erdbodens
Bei der Gasförderung kommt – mit dem Gas vermischt – sogenanntes “Lagerstättenwasser“ an die Erdoberfläche, das unter anderem Benzol und Quecksilber enthält. In Völkersen wurde dieses Wasser durch kilometerlange und dafür ungeeignete PE-Rohre abgeführt, mit der Folge, dass die Schadstoffe durch die Rohre ins Erdreich gelangten. Durch ein defektes Ventil gelangten damals ebenfalls Schadstoffe in den Boden und führten zu einer massiven Verseuchung der betroffenen Flächen!

Die Erdbebengefahr
Von 2008 bis 2013 wurden im Kreis Verden fünf Erdbeben mit Stärken von 1,8 bis 2,9 registriert – zuletzt am 6.12.2015. Bei Erdbeben kommt es zu Rissen in Wohn- und sonstigen Gebäuden. Die Beweispflicht liegt in der Regel bei dem Geschädigten, der die Kosten für ein Gutachten zu tragen hat. Die Häufigkeit und Intensität der Beben – und somit der Schäden – wird zunehmen.
U.a. ist es in Holland im Raum Groningen aufgrund langjähriger Gasförderung nachweislich zu einer erhöhten Erdbebentätigkeit mit den entsprechenden Folgen gekommen.

Die Luftverschmutzung
Überschüssiges Abfall-Gas wird bei Gründung einer Gasbohrung an den Türmen, wenn überhaupt, nur eingeschränkt gefiltert bzw. verbrannt. Dies ist laut dem bestehendem Bergbaurecht aus dem 19. Jhd.(!) zulässig. Das heutige Bundes-Immissionsschutzgesetz findet hier augenscheinlich keine Anwendung. So gelangen Emissionen (u.a. mit Benzol und Quecksilber belastet) in die Luft und können durch Niederschläge auf umliegende Felder und Wiesen verteilt werden.

Die Lärmbelästigung
Es kommt zu Lärm und teilweise starken Erschütterungen durch z.B. riesige LKW’s bei der Einrichtung der Bohrstellen und auch danach (z.B. Entsorgung des Lagerstättenwassers durch LKW-Transporte). Durch das Einbringen der Gasrohrleitungen in die Erde (rammen & bohren) entstehen erhebliche Lärmbelästigungen und spürbare Erschütterungen – auch nachts.

Die Trink- und Grundwasserverseuchung
Es besteht eine Gefährdung des Trink- und Grundwassers durch Chemikalien, die aus den Förderanlagen gepumpt bzw. anschließend wieder zurückgepumpt (“verpresst“ bzw. billig “verklappt“ werden). Stichwort: Lagerstättenwasser. Eine Bohrung wird durch trinkwasserführende Erdschichten niedergebracht.

Die Gesundheitsgefahren
Nachweislich ist das deutlich erhöhte Auftreten von Krebsfällen in Hemslingen bei Rotenburg. Dort gibt es 16 Bohrstationen und es wird seit 50 Jahren Gas gefördert. Dies als bestes Beispiel für mögliche Langzeitwirkungen und -gefahren.

Der Grundstückswert
Der Wert der Grundstücke zur Bebauung im Ort (und des vorhandenen Grundbesitzes) sinkt beträchtlich.

Die Verantwortung
Grundstücksbesitzer stehen in der Verantwortung für das Gemeinwohl der örtlichen Bevölkerung. Im Falle von Verkauf oder Verpachtung heißt das auch in der Verantwortung zu stehen für Langzeitschäden nach Beendigung der Gasförderung. Gleichwohl steht die Allgemeinheit in Verantwortung für die Unterstützung der Einzelnen bei Ablehnung und Nichtverkauf/-verpachtung

Kein Gaskonzern kann heute auch nur annähernd die Auswirkungen eines Eingriffs in die Natur abschätzen !
 
Es geht um sehr viel Geld und um einen kurzfristigen Gewinn für das Unternehmen und seine Eigentümer !
 
Die Belange einzelner und betroffener Ortschaften sind für die Energieunternehmen nicht von Interesse, ebenso wenig die Spätfolgen ihrer Unternehmungen in unserer Nachbarschaft !
 

Ein Ausbau der Energieversorgung durch weitere Erdgasbohrungen ist weder ökologisch sinnvoll, noch volkswirtschaftlich notwendig !