Waller Flurgang am 28.02.2016

Unter einem guten Stern stand der Waller Flurgang am 28.02.2016 und bei blauem Himmel machten sich die Teilnehmer auf zu einem Spaziergang durch die Ortschaft, an dessen Ende eine Kundgebung auf freiem Feld stand.

Aus Anlass der Planung für eine neue Bohrstelle der DEA geplant, war zudem schon im Vorfeld bekannt geworden, dass es im Bereich des Alten Postweges in Walle keine neue Bohrstelle geben wird. Sämtliche Grundstückseigentümer des betreffenden Gebietes hatten sich nach vielen Gesprächen mit Mitgliedern der BI WALLE gegen GasBohren geweigert, Flächen zu verpachten.

Unter dem Motto „Kommen Sie auf einem Spaziergang durch Walle und mit Vertretern aus Politik und Fachleuten ins Gespräch!“ versammelten sich ca. 300 Personen an der Waller Sporthalle, um auf einem Gang über die Bundesstrasse B215 und dem Alten Postweg zwischen Walle und Nindorf ihre Forderungen, nach einem Verbot weiterer Erdgasbohrungen in Verden-Walle und Umzu, einer Veränderung des deutschen Bergrechts und dem Schutz von Mensch und Natur vor Verschmutzung gemeinsam und nachhaltig deutlich zu machen.

Als Redner auf der abschließenden Kundgebung auf dem Feld zwischen dem „Alten Postweg“ und dem Weg „Becksende“ machten Andreas Mattfeld, MdB, Lutz Brockmann, Bürgermeister von Verden, sowie Carsten Hauschild vom Stadtrat Verden ihre durchaus kritischen Positionen unter dem Beifall der Anwesenden deutlich.
Bereits bei seiner Einführung machte Martin Busch als Sprecher der BI WALLE gegen GasBohren deren Ziele deutlich und forderte von den Verantwortlichen sich für die Bedürfnisse und Interessen der Bevölkerung und gegen eine weitere Erdgasförderung mit all ihren Risiken sowie den Ausbau von regenerativen Energien einzusetzen. Er konnte im Rahmen der Veranstaltung darüber hinaus Andreas Mattfeldt und Lutz Brockmann eine Unterschriftensammlung mit 1572 Unterschriften überreichen, in der die Unterzeichner (die politisch Verantwortlichen in Ortsrat, Stadtrat und Kreistag) auffordern, sich der Forderungen:

  • Keine weiteren Erdgasbohrungen in Walle und anderswo,
  • Keine Lagerstättenwasserverpressung,  
  • Kein Fracking
  • Sowie eine Beweislastumkehr bei Schäden, die durch Erdbeben verursacht werden

anzunehmen, entsprechende Resolutionen zu verabschieden und die notwendigen gesetzlichen Grundlagen zu schaffen, um eine weitere Förderung von Erdgas zu verhindern.

Martin-P. Busch


Bilder des Flurgangs: